Eine Idee wird zur Realität

(von Ehrenpräsident Norbert Koblitz †)

Norbert Koblitz

Norbert Koblitz (* 1934 † 2008)

1974 stellte sich die Fußballabteilung des TV Stetten i.R. 22 anderen Orten in Deutschland mit dem Namen „Stetten“ vor. Grund: Ein Pokalturnier für aktive Mannschaften zu organisieren, bei welchem nur Stettener Vereine gegeneinander spielen. Bei entsprechender Resonanz könnte ein Wanderpokal gestiftet werden, der jedes Jahr in einem anderen Stetten ausgespielt werden würde.

Nach Kontaktaufnahme wurden Fragebogen verschickt, um alle „Stetten“ unter eine Hut zu bekommen. Die Auswertung ergab kein eindeutiges Ergebnis. Zweifler und Optimisten hielten sich die Waage. Zweifel: Mentalität (Landesgrenzen), Reisekosten, Entfernungen, Termin-schwierigkeiten, Quartierfrage und dergleichen.

Allen diesen Schwierigkeiten zum Trotz wurde 1975 am 14./ 15. Juni das 1. Stetten- Pokalturnier
in Stetten i.R. durchgeführt. Über 300 Gäste hatten sich angemeldet und wurden in Privatquartieren, Naturfreundehäusern, Hotels und in Massenquartieren untergebracht. Diese Veranstaltung fand ein riesiges Echo. Alle Teilnehmer waren begeistert und es wurde sofort für das kommende Jahr der nächste Veranstalter gefunden.

Heute ist das Fußball- Pokal-Turnier der Stettener Vereine mehr als ein sportliches Ereignis!

Pressereaktionen:

Mühlheim a.D.: „Beispiellos! Herzlichen Dank!“

Pfalz: „Großartige Idee“

Würzburg: „In seiner Art einmalig“

Hechingen: „In seiner Struktur eine beispiellose Veranstaltung!“

Mindelheim: „Eine runde Sache“

Sondheim/Rhön: „Es war ein Festival der Freundschaft und der Sympathie, derer von Stetten, die nun nicht mehr nur ausschließlich der gleiche Name verbindet!“

Rundfunk Bayern (regional): „grenzüberschreitendes Verständnis zur humanitären Seite hin. Nicht nur der Wettkampf, sondern das sich gegenseitige Kennenlernen.“

Soweit Rundfunk und Presse.

Es ist die Fortsetzung einer begrüßens-werten, jetzt schon zur Tradition gewordenen Begegnung zwischen Fußballmannschaften aus 9 Orten mit dem Namen „Stetten“. Diese Veranstaltungen haben bewiesen, dass auch Sportfreundschaften weit über die gewöhnlichen Spielgrenzen hinaus geschlossen werden können. Es bestehen feste Freundschaften und es finden außerplanmäßige Besuche statt. Auch schon Eheschließungen!

Seitens der Kirche wird bei den Gottesdiensten das jeweilige Treffen mit einbezogen. 1987 wurde in Stetten/Pfalz bei einem festlichen Gottesdienst die Europa-Fahne geweiht und von der Kirche dem Stetten-Stetten-Turnier übergeben. Sie ist heute fester Bestandteil des Turniers und jedes Jahr in einem anderen Stetten vor Ort. Nicht nur private Besuche, auch auf kommunalpolitscher Ebene, bestehen zwischen 29 „Stetten“ (so viele gibt es) Verbindungen und Kontakte und es finden anlässlich des Turniers inzwischen Begegnungen und Empfänge der Gemeindevertreter und Vorstände statt. Darüber hinaus trafen sich schon Frauengymnastikabteilungen, Jugend-Fußball-Mannschaften, Musikvereine, Gesangvereine, AH-Fußballmannschaften und Wandergruppen.

Gegenseitiges Angebot wird genutzt: Sportanlagen werden für Trainingslager zur Verfügung gestellt, aber auch in Notfällen, wie z.B. bei Stetten / Mühlheim, als das Vereinsheim einem Großfeuer zum Opfer fiel, herrschte Solidarität. Eine gemeinsame Spendenaktion der „Stettener“ brachte hier erste Hilfe. Aus dem ehemaligen Fußballturnier ist zwangsläufig eine größere Veranstaltung geworden, die mittlerweile über 4 Tage geht und an der die gesamte Gemeinde rege teilnimmt. Um dieser Sache gerecht zu werden, wird vom Veranstalter überdurchschnittlicher Einsatz und noch mehr Idealismus verlangt.

Wir hoffen, dass wir unserer Jugend für die Zukunft richtungsweisende Impulse vermitteln können. (Erste Jugend-Treffen der „Stettener“ haben schon stattgefunden).

Abschließend wünschen wir, um den Fortbestand dieser Treffen zu gewährleisten, die richtige geistige Einstellung, die Bereitschaft aller Teilnehmer und vor allen Dingen ausreichende Unterstützung für den Veranstalter durch die Bevölkerung, Kommune und übergeordnete Stellen. Wir halten es für gut, wenn dieses Streben nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der menschlichen Sphäre bewegen würde.

Wir haben hierfür günstige Perspektiven gesetzt.


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