2004 – Möllemann, Arafat und Jürgen S.

Stetten-Turniere: laut, lang, spannend, spaßig! So war es bislang immer!
Immer?? Nein, denn ein kleines, unbeugsames, schwäbisches Dorf stellt sich gegen die allgemein-deutsche Spaßgesellschaft und den Werteverfall jeder ethischen Grundsätze über die katholischen Hochfeiertage Pfingsten. Dies und nur dies, kann der einzige Grund sein für etliche Vergehen am Allgemein-Gaststetter über die 3-tägigen Festlichkeiten.

War das ständige Froschgequake noch zu ertragen (diesmal gab es leider keinen toten Frosch!), waren die Tatsachen der um 1.00 Uhr verstummten Musik und der um 1.03 Uhr ausgeschalteten Zeltplatzbeleuchtung schon gravierender. Da stellt sich die Frage: Haben die Einwohner dieses Dorfes keine Rolläden und einigermaßen schallschutzsichere Häuser? Und wenn nicht, ist der Umstand Einmal in 8 Jahren etwas lautere Musik auch bis spät in die Nacht zu ertragen, denn so schlimm?

Das unter diesen Vorraussetzungen es den Pfälzern auch diesesmal gelang eine schöne Party zu veranstalten, war 2 „Glücksfällen“ zu verdanken. 1. Unserer schier unglaublichen und naturgegebenen Partyfreude und 2. dem frühen ausscheiden aus dem Turnier (die Uhr schlug 11.30 Uhr am Kirchturm, Blitze zuckten und…der Tus war draußen.). Am Ende war’s mal wieder „nur“ Platz 6. Und schon während dem letzten Spiel feierten Ersatzbank und Fans frenetisch :“11 Stunden Weizestand, schalalalaa..“. Da nach dem Ausscheiden, der weitere Sonntag zur freien Verfügung stand wurden einige schon gegen 17.00 Uhr auf ihre trinkfestigkeit geprüft. Man munkelt das an jenem besagten Nachmittag der gesamte mitgeführte Bierbestand restlos vernichtet wurde. Auch wurden, in diesem Anflug von Volltrunkenheit, wieder einzigartige Lieder kreiert. Chorleiter war wieder einmal Christian Zelt, dessen Chorus: „Möllemann, Möllemann, Mölle-Möllemann, wer hat nen Fallschirm zieht nich‘ dran. Mölle-Möllemann“, kurze Zeit später derart Anklang fand um zu kreativen Auswüchsen der ganzen Mannschaft zu führen. Kurze Beispiele:“Thomas E., Thomas E., Thomas-Thomas E. – wer stoppt den Ball so wunderschee…Thomas-Thomas E.“.

Man sieht: Kraft und IQ haben weiter Auswüchse in der Pfalz! Da die Feierzeit im Festzelt recht begrenzt war (aus og. Gründen), hielt oft die Bar zur Ausgelassenen Feier her. Letzte Personen in der Bar: Natürlich wieder Pfälzer, a.k.a. Die, welche, auch in nur 2 Stunden, die Bar leersaufen! Derartige Druckbetankungen führten dann natürlich auch wieder zu vollkommenen Ausfällen, Tartanbahnbeschädigungen und ganz wirren Gesangseinlagen „ALohaheeeeee, Erster Fussball-Cluuub Kölln!!, Jürgen S., Jürgen S., wer hat bhasdfhkahsdfschess, Jürgen-Jürgen S.???????!!!??“

Man sieht: Auch dieses Jahr hatten die Pfälzer wieder alle Anforderungen erfüllt und fuhren mit einem gestärkten Selbstwertgefühl nach Hause um im nächsten Jahr, beim diesjährigen Sieger, VfL Mühlheim, ein weiteres tolles Fest feiern zu können.

PS: Dem TuS gelang das 1251 Tor der Stetten-Turnier-Geschichte. Torschütze: Christoph Adametz. Wenn jetzt jemand meint, der wäre gar nicht dabeigewesen, der sollte sich mal seine Gedanken machen!


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